Gefahr für Arbeitgeber: BRSG-Pflichtzuschüsse fallen zusätzlich an - ohne Anrechnung bisheriger Zuschüsse

Für Entgeltumwandlungsvereinbarungen, die vor dem 1.1.2019 abgeschlossen wurden, fallen die o.a. Pflicht-Arbeitgeberzuschüsse erst ab dem 1.1.2022 an (§ 26a BetrAVG in der Fassung von 2019).

Für bislang freiwillig gezahlte Arbeitgeberzuschüsse ist deren Anrechnung bei den Pflichtzuschüssen im Gesetz nicht vorgesehen. Arbeit­geber, die freiwillig Arbeitgeberzuschüsse zahlen, laufen Gefahr, diese freiwil­ligen Zuschüsse weiterhin und spätestens ab 2022 zusätzlich die Pflicht-Arbeitgeberzuschüsse zahlen zu müssen.

Damit würden diejenigen Arbeitgeber, die bereits heute bAV-Zuschüsse leisten, durch eine erzwungene Doppel-Bezuschussung bestraft, während diejenigen Arbeitgeber, die derzeit keine Zuschüsse leisten, besser gestellt würden, da sie zukünftig „nur“ die Pflicht-Arbeitgeberzuschüsse zahlen müssen. Dies klingt nicht fair.

Selbst in der Fachpresse ist dieses Thema (noch) nicht angekommen. Nicht einmal die üblichen Gesetzes-Fundstellen (z.B. https://www.gesetze-im-internet.de/betravg/index.html des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucher­schutz) enthalten die o.a. Gesetzesteile – weil sie (noch) nicht gültig sind.

Gefahr für Arbeitgeber: Zeitpunkt zur Vermeidung von Doppel-Bezuschussung wird verpasst

Es gibt aber auch eine gute Nachricht für Arbeitgeber, denen Doppel-Bezuschussungen ab 2022 drohen. Sehr häufig besteht die Möglichkeit, durch rechtzeitige Maßnahmen einer Doppel-Bezuschussung zu entgehen.

Die Frist zur möglichen Vermeidung hat längst begonnen und läuft bald ab. Auf der sicheren Seite ist der Arbeit­geber mit seinen Abwehr-Maßnahmen im Jahr 2018, weil hier Vertragsfreiheit für freiwillige Arbeitgeber­zuschüsse herrscht. Für Maßnahmen ab 2019 besteht die Gefahr, dass diese Veränderung als ein Neu-Abschluss angesehen werden kann – und dann könnte das Zögern des Arbeitgebers teuer werden. Ab 2022 besteht keine Vermeidungsmög­lichkeiten mehr für unnötige Doppelzuschüsse des Arbeitgebers.

Wie erfährt ein Arbeitgeber von einer möglichen eigenen Betroffenheit?

Hier kommen Sie als Vermittler ins Spiel. Ohne Ihre Hilfe werden die meisten Arbeitgeber ahnungslos die Negativfolgen dieser Tücken erleiden müssen.

Doch wie können Sie als Vermittler helfen?

Grundsätzlich gilt:

  • Wenn ein Arbeitgeber im Jahr 2018 keine freiwilligen Arbeitgeberzuschüsse für bestehende bAV-Versorgungen in den Durchführungswegen Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds zahlt, so besteht für ihn keine Gefahr der oben beschriebenen Doppel-Bezuschussung.
    In diesem Fall können Sie als Vermittler Ihren Kunden informieren und zugleich Entwarnung bzgl. drohender zusätzlicher Pflichtzuschüsse geben.
  • Wenn ein Arbeitgeber im Jahr 2018 freiwillige Arbeitgeberzuschüsse für bestehende bAV-Versorgungen in den Durch­führungswegen Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds leistet, so können Sie als sein Vermittler die Betroffen­heit bzgl. drohender Doppelbezuschussung samt wirtschaftlicher Bedeutung mit der Software BRSG-QuickCheck (aufrufbar auf dieser Seite) selbst herausfinden.
    Je nach Ergebnis können Sie Ihren Kunden informieren und zugleich Entwarnung geben oder ihn alarmieren.

Zur Bedienung des BRSG-QuickChecks

Nach Aufruf und Eingabe weniger Daten erhalten Sie sofort erste Ergebnisse, deren Details Sie sich zusätzlich zusenden lassen können. Die Nutzung des BRSG-QuickChecks ist kostenfrei. Ihre Eingaben werden nicht gespeichert soweit sie nicht vorübergehend für die optionale Mail für die Ergebnisdetails benötigt werden. Nachteil: wenn Sie sich die Ergebnisdetails nicht sofort, sondern erst später anfordern, müssen Sie Ihre Daten nochmals eingeben.

Gerne helfen wir Ihnen, wenn Sie z.B. Fragen zur Handhabung der Software oder zum fachlichen Hintergrund haben. Nutzen Sie dazu einfach den Support-Button im BRSG-QuickCheck und formulieren Ihr Problem. Wir antworten dann per Mail.

Weitere Akquiseansätze

Gibt es einen Beratungstermin beim betroffenen Arbeitgeber, so kann dieser genutzt werden, um zusätzliche bAV-Entgeltumwandlungen in 2018 zu initiieren oder für später geplante Entgeltumwandlungen ins Jahr 2018 vorzuziehen.

Die Vorteilhaftigkeit des Arbeitgebers liegt auf der Hand. Für die Entgeltumwandlungen, die in 2018 in Kraft treten, gelten die Regeln zu Pflichtzuschüssen erst ab 2022. Für 2018er Entgeltumwandlungen hat der Arbeitgeber Gestaltungsfreiheit bei freiwilligen Arbeitgeber­zuschüs­sen bzw. bei der Verwendung von eingesparten Sozialabgaben.

Von zusätzlicher Entscheidungsrelevanz ist es, die potentiellen Liquiditätsgewinne abschätzen zu können.

Dies können Sie mit der Software BRSG-Dringlichkeit (aufrufbar auf dieser Seite) für Ihre Kunden selbst herausfinden. Nach wenigen Eingaben erhalten Sie sofort erste Ergebnisse, deren Details Sie sich zusätzlich zusenden lassen können. Die Nutzung des BRSG-Dringlichkeit ist kostenfrei. Ihre Eingaben werden nicht gespeichert soweit sie nicht vorübergehend für die optionale Mail für die Ergebnisdetails benötigt werden. Nachteil: wenn Sie sich die Ergebnisdetails nicht sofort, sondern erst später anfordern, müssen Sie Ihre Daten nochmals eingeben.

Gerne helfen wir Ihnen, wenn Sie z.B. Fragen zur Handhabung der Software oder zum fachlichen Hintergrund haben. Nutzen Sie dazu einfach den Support-Button im BRSG-Dringlichkeit und formulieren Ihr Problem. Wir antworten dann per Mail.

BSRG1

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